Neujahrsretreat bei Eva Karel

Posted: Januar 6, 2020 By:

Durch ihr Buch „Om, Oida!“, das ich mehr als grandios fand, kam ich zu Eva Karel und dazu, sie auf Facebook zu suchen. Und so fand ich auch heraus, dass sie gleich zu Beginn des Jahres ein Yogaretreat (ein oder einen? Keine Ahnung!) veranstaltet – zu meinem Glück nicht allzu weit weg (nur eine Autostunde von daheim entfernt) plus der Möglichkeit die beiden Jungs, Daniel und klein David, mitzunehmen. Ich hätte sonst nicht teilnehmen können, da der Herr Sohn ja noch nicht ohne Mamas Busen einschläft.

Angekommen und gleich das tolle Apartment bezogen! Geräumig, neu, warm, sauber, genug Platz und sehr gemütlich! Auch der Wellnessbereich mit Sauna wirkt mit Liebe gestaltet und mit dem zugefrorenen Teich gleich draußen ist das natürlich ein Paradies für Daniel und seiner großen Liebe zum Eisbaden! Dieser hat sich auch nach gefühlten 5 Minuten des Daseins ausgeschalt und ins Wasser verpflanzt, nachdem Evas Söhne ein Loch in die gefrorene Teichoberfläche gehackt hatten.

Die erste Yogabegegnung an diesem Tag mit Eva fand ich super passend. Ich als Anfängerin konnte mitmachen, es wurde nicht gehudelt und am besten fand ich die Erklärungen von Eva, viele Bilder in der Sprache, lockere Wortwahl und kein verbissenes Perfektions-Schönheits-Wettkampfgetue, wie man es manchmal bei anderen Yogastunden findet. Aber das dachte ich mir auch so, war also nicht überrascht, sondern positiv bestätigt.

Tag 2 begann mit Meditation und anschließend Yoga und ich muss sagen, das Rumsitzen hab ich schon sehr in meinen Knochen gespürt, vielleicht auch das Yoga vom Vorabend, aber meine Schulter-/Nackenpartie scheint einfach noch zu steif für manches. Viel Brustkorböffnen wurde durchgenommen, das merk ich gleich in den Schultern. Heißes Abduschen und Massage von Daniel haben geholfen, sonst hätte ich wohl Kopfweh bekommen. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es doch wäre, das öfter zu machen! Wir wurden wieder charmant durch die Übungen geführt, toll erklärt und ohne Stress.

Abends dann Atem und Meditation. Ich bin wohl nicht so die, die stillsitzen und meditieren kann, da find ich nicht so rein, obwohl es sich doch viel kürzer angefühlt hatte, als es war. Also ich kann schon rumsitzen und nix tun, aber mein State of Mind ist nicht irgendwie ruhig oder leer oder so. Vielleicht, weil ich ansonsten ohnehin eher chille? Wer weiß, hehe.. Danach dann Essen, immer selbstgemacht und immer wirklich gschmackig. Suppe, Knödel, frisches Brot, Kuchen oder andere Nachspeise, alles super!

Ich bin 3 Minuten vorm Losgehen aufgewacht an Tag 3, irgendwie haben mich die Jungs nicht geweckt! Für die Morgenmeditation ging’s ca. 10 Gehminuten den Hügel rauf. Etwas mehr Wind und mich hätte es easy aus den Schuhen geblasen, aber oben wurde man mit einem tollen Platzerl belohnt! Nach der Teepause gab’s Yoga, diesmal fand ich es noch cooler! Es war anstrengend, aber machbar, wärmend und fordernd, alles mit einem wohligen Gefühl dabei. Besser hätt ich es mir nicht wünschen können!

Vor der eigentlichen Abendsession wird eine „Spampernadl-Stunde“ angeboten („Schabernack“ übersetzt). Leider war das aber eher nichts für mich, da würde eher an Dingen gefeilt wie Handstand oder Brücke etc., meine Eva und damit alle ihre Ruhe haben, wäre das Zuschauen nicht so erwünscht. Es soll ja jede/r genügend Ruhe haben. Kann man nichts machen, war nicht so schlimm.

Abends Pranayama und Meditation, dann wieder was tolles zu Essen und beisammensitzen. Daniel war mit einigen Teilnehmehmenden im Eisbad und sie hatten alle große Freude dran!

Tag 4 ging wieder los mit Hügelmeditation, „Die vier Himmelsrichtungen“ oben mit der tollen Aussicht, diesmal ohne Wind, wieder ein hammermäßiger Ausblick! Nach dem Teepäuschen gaben wir nochmal Gas beim Yoga und wieder waren es tolle Asanas und Kombis aus Kraft und Entspannung. Ich kam hin und wieder mal ins Wackeln, aber ich bin sehr überrascht, dass ich so mithalten konnte!

In der ganzen Zeit hatte Daniel mit David eine abwechslungsreiche Zeit am Hof, ihnen wurde nie fad, David war auch sehr entspannt und happy dort. Wir werden wohl mal spontan hinfahren und bleiben, wenn’s zum Baden ist, dann können auch David und ich ins Wasser! 🙂

Grundkenntinsse sollte man für so ein tolles Wochenende mit Eva schon besitzen, aber ansonsten muss man keine sonderlich speziellen Körpertalente besitzen um Yoga in einer schmähumspielten, humorvollen und doch hochprozentig professionellen Atmosphäre erleben zu dürfen. Ich freue mich jetzt schon, falls es sich bei mir ausgeht und ich Ende September wieder dabei sein kann – große Empfehlung meinerseits! ❤️

www.evakarel.at
www.biohof-ebenbauer.at

       
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Bine

All stories by: Bine